Osteopathischer viszeraler „Spaziergang“ – Biomechanische, fasziale, fluidische und biodynamische Prinzipien / Mülheim
Fachdozent: Luc Fieuw MSc D.O. (UK)
Datum: 09.10.2026 – 11.10.2026
Kosten: 620,00€
SEMINARZEITEN
Freitag 09:00 – 18:30 Uhr
Samstag 08:30 – 18:30 Uhr
Sonntag 08:30 – 13:00/14:00 Uhr
Bei allen Kursen ist das Mittagessen sowie Getränke und Obst/Kuchen mit inbegriffen.
Osteopathischer viszeraler „Spaziergang“ – Biomechanische, fasziale, fluidische und biodynamische Prinzipien
Wir freuen uns sehr diesen wunderbaren Kollegen für euch und uns gewonnen zu haben und wünschen euch viel Erfolg und tolle Erlebnisse mit Luc Fieuw!
Luc Vieuw zu seinem Kurs:
Dieser Kurs bietet eine einzigartige Gelegenheit, ein fundiertes Verständnis des viszeralen Systems zu erlangen und zu erforschen, wie es mit anderen Körperstrukturen und physiologischen Systemen verflochten ist.
Die Ausbildung ist fest verwurzelt in den klassischen Grundlagen der Osteopathie (A.T. Still) und der cranialen Sichtweise (W.G. Sutherland – R. Becker) und verbindet diese mit dem viszeralen Konzept von Jean‑Pierre Barral und Jacques Weischenck. Diese Pioniere haben gemeinsam die viszerale Osteopathie in Europa maßgeblich etabliert, und ihre Erkenntnisse bilden den Kern dieser Ausbildung.
Der Dozent ist Luc Fieuw, MSc, DO, mit über 40 Jahren Praxiserfahrung und über 30 Jahren Unterrichtserfahrung im In‑ und Ausland. Dank seiner reichen Erfahrung ist dieser Kurs sowohl inspirierend als auch wertvoll für Osteopathen.
In diesem Workshop verbinden wir Theorie mit Praxis, damit die Palpation, Diagnostik und manuellen Behandlungstechniken vertieft werden kann.
Wir begeben uns auf einen osteopathischen Spaziergang durch die verschiedenen Körperhöhlen: Eine tiefgehende, integrative Herangehensweise an viszerale Palpation, Diagnostik und Behandlungsstrategie. Während dieses Workshops wird Vertrauen in die Fähigkeit aufgebaut, Organe wahrzunehmen; Die Sensibilität des Therapierenden für für Mobilität und Motilität durch gezielte Palpationsübungen wird entwickelt.
Wir untersuchen, wie viszerale Dysfunktionen entstehen, welche Signale wahrgenommen und wie sie in einen Behandlungsplan übersetzt werden.
Kursinhalt
- Einen integrativen „Spaziergang“ durch verschiedene osteopathische Perspektiven, bei dem biomechanische, fasziale, fluidische und biodynamische Prinzipien miteinander verschmelzen.
- Eine ganzheitliche Herangehensweise: Es wird betont, dass Osteopathie ein zusammenhängendes System ist.
- Ständige praktische Anleitung und Feedback: Du arbeitest aktiv während des Kurses mit Palpation, Tests und Behandlungstechniken — unter kontinuierlicher Begleitung durch den Dozenten.
- Dynamische Kommunikation mit dem Körper: Wir arbeiten sowohl von zentral nach peripher als auch von peripher nach zentral und beziehen alle physiologischen Systeme mit ein — wie das cranio‑sacrale, viszerale, parietale und periphere System.
- Praktische Verfeinerung Deiner Fähigkeiten: Subtile Techniken, direkte und indirekte Behandlungen — stets mit Blick für das große Ganze.
- Klinisches Denken: Du lernst, wie Du einen Bezugsrahmen wählst, wann Du in oder zwischen Systemen arbeitest und wann und wie Du eine Behandlung abschließen kannst.
Wissenschaftliche und philosophische Basis
- Die osteopathischen Wurzeln und die Philosophie (Still, Sutherland, Becker) werden systematisch beleuchtet.
- Gleichzeitig integrieren wir aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse (Evidence-Based Medicine), die für die viszerale Praxis relevant sind.
Praktische Anwendbarkeit
- Erlernen, wie die diagnostischen und therapeutischen Strategien verantwortungsvoll und effektiv im täglichen Praxisalltag integriert werden kann.
- Der Kurs schließt mit einer Synthese ab, in der der Dozent seine Einsichten und Herangehensweise teilt.
- Luc Vieuw gibt Einblick in seine persönliche Erfahrung und Entwicklung als Osteopath und Dozent — was zusätzliche Tiefe und Kontext für die angebotenen Techniken und Denkweisen schafft.
Lernziele
- Vertrauen in die viszerale Palpation
- Wahrnehmung der Organe stärken: Lernen, Beweglichkeit und Motilität zu ertasten.
- Palpationsfähigkeiten üben, damit die Teilnehmenden in ihren Wahrnehmungen selbstsicherer werden.
- Erkennen und Definieren einer viszeralen Dysfunktion
- Wie stellt man fest, ob eine viszerale Dysfunktion vorliegt?
- Welche Zeichen (Bewegungseinschränkung, Rhythmusveränderungen, Spannung) deuten auf eine Dysfunktion hin?
- Integration verschiedener viszeraler Erkenntnisse
- Verschmelzung von Konzepten aus klassischer viszeraler Osteopathie, moderner viszeraler Manipulation und funktionellem Denken.
- Diskussion über unterschiedliche viszerale Modelle und wie sie sich ergänzen.
- Ganzheitliche Integration: Totalität als Referenzrahmen
- Wie integriert man viszerale Befunde in einen breiteren, ganzheitlichen Behandlungsplan?
- Vom Lokalen (Organ) zum Globalen (Körper) arbeiten: Achtsamkeit für das Ganze.
- Verbindung zwischen Systemen herstellen
- Von viszeralen Dysfunktionen ausgehend die Verbindung herstellen zu:
- dem parietalen System
- dem cranio‑sacralen System
- den peripheren Strukturen des Körpers
- Strategien entwickeln, um sowohl peripher → zentral als auch umgekehrt zu arbeiten.
- Von viszeralen Dysfunktionen ausgehend die Verbindung herstellen zu:
- Aufmerksamkeitsbewegung: lokal ↔ Totalität
- Mit Knochen, Gewebe, Faszien, Membranen arbeiten, während gleichzeitig das Ganze im Blick behalten wird.
- Methoden, um die Balance zu halten zwischen Detail (Fokus auf Organ) und Überblick (funktionale Integration).
- Behandlungsprinzipien
- Direkte Techniken: wann und wie anzuwenden.
- Indirekte Techniken: subtile Releases, Augenmerk auf Spannungsmuster.
- Wahl des Bezugsrahmens: wie entscheidet man sich für einen bestimmten Ansatz bei einer Behandlung?








